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"Der kleine Prinz" zählt wohl zu den am meist gelesenen Werken des Dichters Antoine de Saint-Exupéry, das er selbst nach Aussage seines Freundes Pierre Guillain de Benouville "als seine Autobiographie betrachtete". 

 

Als das bedeutsamste Kapitel dieses Märchens gilt die Begegnung des kleinen Prinzen mit seinem Freund, dem Fuchs. Hier die wichtigsten Gedanken aus dieser Begegnung (teilweise in der Zusammenfassung).

 

Der kleine Prinz befindet sich in einer traurigen Stimmungslage, als ihm der Fuchs begegnet. 

... "Wer bist du?« sagte der kleine Prinz. »Du bist sehr hübsch ..."
"Ich bin ein Fuchs", sagte der Fuchs.
"Komm und spiel mit mir", schlug ihm der kleine Prinz vor. "Ich bin so traurig ..."

"Ich kann nicht mit dir spielen. Ich bin noch nicht gezähmt!" 

"Ah, Verzeihung!« sagte der kleine Prinz. Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu: "Was bedeutet das: "zähmen"?"  ( ... )

"Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagt der Fuchs. "Es bedeutet: sich, vertraut machen'." "Vertraut machen?" 

"Gewiss"«, sagte der Fuchs. "Noch bist Du für mich nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben völlig gleicht. 

Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich eben so wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt . . . " - "Ich beginne zu verstehen", sagt der kleine Prinz.  (. . .)  

Der Fuchs:  "Wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der dich von allen andern unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. " (. . .) 

Der Fuchs verstummt und schaut den Prinzen lange an. Schließlich sagt er ihm: "Bitte . . . zähme mich! Ich möchte schon", entgegnet ihm der kleine Prinz, aber ich habe nicht viel Zeit. "  ( . . .)  

"Man kennt nur die Dinge, die man zähmt", erwidert der Fuchs. "Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!" - "Was muss ich da tun?" fragt der kleine Prinz. "Du musst sehr geduldig sein", antwortet der Fuchs. "Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. (...) Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können . . . "  (...)



(Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz, aus Kap. XXI, © Karl Rauch Verlag, Düsseldorf) 

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Stand: 11. April 2000