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Freies Volk (1925)

Genre: x
Herstellung: Deutschland 1925
Fassung: s/w - stumm
Regie: Martin Berger
Produktion: Veritas-Film GmbH, Berlin
Drehbuch: Martin Berger
Kamera: Paul Holzki, Willi Großstück
Musik: x
Schnitt: x
Bauten: Robert Dietrich
Drehort: Ateliers Staaken
Länge:

2538 m

Zensurlänge, 02.11.1925: 2525 m (8 Akte) (2538 m vor Zensur)
Zensurlänge, 18.03.1926: 2536 m (8 Akte) (2538 m vor Zensur)

Filmdauer: .. Minuten
Uraufführung: 18.11.1925, Berlin, Großes Schauspielhaus
Freigabe ab:

.. Jahre, (1925 Jugendverbot)

02.11.1925: Zensurdatum B 11644, Jv.

18.03.1926: Zensurdatum O 00201, Jv.

Darsteller:

Mathias Wieman (Volksschullehrer Rönneburg)

Camilla Spira (Agathe von Borgsdorff)

Albert Florath (Generaldirektor von Becker)

Adolf Klein (Freiherr von Borgsdorff)

Eduard von Winterstein (Administrator von Nehling)

Martin Herzberg (Gustel Jessen)

Ellen Plessow (Fräulein von Woythe)

Fritz Spira (Großkaufmann Lahr)

Mathilde Sussin (seine Frau)

Walter Werner (Prokurist Karg)

Elsa Wagner (Frau Karg)

Emmerich Hanus (Direktor Frank)

Heinrich Witte (Hausdiener Jessen)

Maria Simrock (Frau Jessen)

Rudolf Essek (Anders, Vorsitzender des Gewerkschaftsbundes)

Anton Pointner (Adjudant)

Robert Lefler (Inspektor Legath)

G.H.Schnell (Oberst Eckart)

Paul Rehkopf (Arbeiter Jürgens)

Philipp Manning (x)

xx (x)

Die Arbeitgeberverbände beschließen, trotz der Preissteigerung aller Produkte, die Arbeitslöhne zu senken. Die Lage der Arbeiter verschlimmert sich drastisch. Der Textil-Großkaufmann Lahr sieht sich gezwungen, Personal zu entlassen. Darunter ist auch der Hausdiener Jenssen, der mit seiner Familie in seinen Heimatort Borgsdorf zurückkehrt und Landarbeiter wird. Lahr muß seine Firma der mächtigen Becker AG angliedern und wird deren Angestellter. Karg, der langjährige Prokurist der Firma Lahr, der in der Inflation seine Ersparnisse verloren hat, gibt seine Stellung auf und hofft, ebenfalls von der Becker AG übernommen zu werden. Da sich Lahr nicht für ihn einsetzt, zieht Karg als Musiker über Land. 
Bei den Lohnverhandlungen zwischen der Gutsverwaltung in Borgsdorf und dem Landarbeiterverband kommt es in der Dorfwirtschaft zu einer Schlägerei. Der Landschutz greift ein. Jenssen muß sich wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten und kommt ins Gefängnis. 
Die Gutsbesitzertochter Agathe von Borgsdorff, die sich mit einem Gutsnachbarn verheiraten soll, verliebt sich in den sozialistisch eingestellten Dorfschullehrer Rönneburg, der ihre Neigung erwidert. Obgleich sie an den Anschauungen ihrer Familie festhält, ahnt sie doch, daß hier eine Welt, deren Zeit sich überlebt hat, mit Gewalt aufrecht erhalten werden soll. Als ihr Vater von ihrer Beziehung zu Rönneburg erfährt, verfolgt er den Dorfschullehrer mit seinem Haß.
Rönneberg gibt Gustel, Jenssens Sohn, schulfrei, damit er für seine kränkliche Mutter Feldarbeit verrichten und den Lebensunterhalt für beide verdienen kann. Der Hauptlehrer Nowjorka züchtigt Gustel wegen der versäumten Schulstunden schwer. Rönneburg geht dazwischen. In einem Disziplinarverfahren, dem beide Lehrer sich stellen müssen, wird Nowjorka ein Verweis erteilt, Rönneburg hingegen wird fristlos entlassen. Agathe bricht mit ihrer Familie, verläßt das väterliche Schloß und zieht zu dem jungen Lehrer,. In diese lokalen Auseinandersetzungen hinein platzt die Nachricht von einem drohenden Krieg. National gesinnte Verbände schießen mit Hilfe von Fernzündern an der Grenze feindliche Flugzeuge ab. Ein Gaskrieg bricht aus. Die Landschaft im Umkreis der Kampfhandlungen verwandelt sich in ein Bild grauenhaften Todes. Auch Borgsdorf wird zerstört. Agathe zieht mit Rönneburg fort, um sich mit ihm gemeinsam eine neue Existenz aufzubauen. 
Abgesandte aller Völker leisten vor einem Monument den Schwur, auf ewig Frieden zu halten.

Nach: Filmkurier Berlin, 6.10.1925 und Unterlagen zum Zensurfall.

Lit.:  Gerd Meier: Die Zensurkarte - Dokument und Hilfsmittel. Mit Faksimile der Zensurkarte zu „Freies Volk", B.11644 vom 2.11.1925. In: Mitteilungen aus dem Bundesarchiv - Themenheft Bundesarchiv-Filmarchiv. 3 Jg., Nr.1/1995, S. 34-36. - Als Download bei Deutsches Filminstitut - DIF

(aus: Deutsches Filminstitut - DIF )

Link: http://www.deutsches-filminstitut.de/filme/f001111.htm

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Film im Verleih:

nicht bekannt
Als Leihvideo: nicht bekannt
Als Kaufvideo: nicht bekannt
 

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Stand: 09. January 2008