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Anna und Elisabeth (1933)

Genre: Drama
Herstellung: Deutschland 1933
Fassung: s/w
Regie: Frank Wysbar
Produktion: Gemeinschaftsproduktion Kollektiv-Film und Terra Film - Hermann Ephraim, Frank Wysbar
Drehbuch: Gina Fink, Frank Wysbar
Kamera: Franz Weihmayr
Bauten: Heinrich Beisenherz, Fritz Maurischat
Musik: Paul Dessau
Ton: Hermann Birkhofer
Bauten: Heinrich Beisenherz, Fritz Maurischat
Schnitt: Alice Ludwig
Länge: 2057 m
Filmdauer: 74 Minuten
Uraufführung: 12.04.1933
TV-Erstausstr.: 04.08.1987 - DFF 2 
Freigabe ab: .. Jahre
Darsteller:

Maria Wanck (Margarete, Elisabeths Schwester), 

Dorothea Wieck (Elisabeth - Gutsbesitzerin von Salis), 

Mathias Wieman (Elisabeths Bräutigam Mathias Testa - Organist), 

Carl Balhaus (Martin), 

Hertha Thiele (Anna ein Bauernmädchen), 

Willi Kaiser-Heyl (Pfarrer), 

Roma Bahn (Mary Lane), 

Dorothea Thieß (Annas Mutter)

Carl Wery (Annas Vater)

Karl Platen (Dorfarzt)

Robert Eckert (Gutsnachbar)
S. Elfeld (Geistlicher des Bischöflichen Ordinariats)
Josè Lepanto (Geistlicher des Bischöflichen Ordinariats)

Margarete Kestra (Helena)
Sybill Smolowa (Der Schiefhals)
Dora Thalmer (Nena)

 

Inhaltsangabe Kurzfassung:

Unter den Gebeten seiner Schwester wird ein scheintotes Kind wiedererweckt.

Dieses "Wunder" knüpft die tragische Beziehung zwischen der Schweizer Bauerntochter, die in die Rolle der Wundertäterin gedrängt sieht, und einer hysterischen Gutsherrin, die angeblich durch diese geheilt wird.

Inhaltsangabe Langfassung:
Elisabeth, die Gutsherrin von Salis, ist seit vielen Jahren gelähmt und bewohnt zusammen mit ihrer Schwester Margarete das Herrenhaus. Ihr Schicksal, der Hunger nach dem Leben und die Abgeschiedenheit haben sie verbittert. Da erzählt man ihr von dem Bauernmädchen Anna, dessen tief empfundenes Gebet den scheinbar kurz zuvor gestorbenen Bruder wieder zum Leben erweckt hat. Obgleich Anna beteuert, keine Wunder vollbringen zu können, glaubt man im Dorf, daß sie eine heilige sei. Voller Hoffnung bittet Elisabeth nun den Organisten Mathias Testa, den einzigen Menschen dem sie vertraut, Anna zu ihr zu bringen. Anna, unglücklich über die Rolle, die ihr durch den Glauben der Leute aufgezwungen wurde, folgt dieser Bitte und übersiedelt in das Herrenhaus. Während sie sich sehr bald nach dem gewohnten, einfachen bäuerlichen Leben an der Seite ihres Freundes Martin sehnt, steigert sich Elisabeths Wunsch nach Heilung zur Hysterie. In der Angst, daß Anna sie verlassen könnte, erleidet sie einen Schock, durch den sie tatsächlich geheilt wird. Da sie glaubt, daß sich an ihr ein zweites Wunder Annas vollzogen hat, betet sie sie förmlich an und weicht nicht mehr von ihrer Seite. Die Nachricht von Elisabeths Heilung verbreitet sich schnell und bald beschäftigt sich auch die Kirche damit. Als der Organist Testa an Tuberkulose erkrankt und auf dem Sterbebett liegt, erwartet Elisabeth ein weiteres Wunder von Anna und drängt sie, an seinem Bett zu beten. Nur widerwillig folgt Anna dieser Bitte; das erwartete Wunder bleibt aus und Mathias stirbt. Elisabeth ist aber noch immer nicht von ihrem Glauben an Anna abzubringen. Um diesen Glauben zu beweisen, wählt sie einen demonstrativen Freitod und stürzt sich von den Klippen hinab ins Meer. Anna, nun endlich frei, kann das Leben beginnen, das sie sich so sehnlich gewünscht hatte.

(nach: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung)

Das kammerspielhafte, sorgfältig gestaltete Drama verletzte nach Meinung von NS-Kulturfunktionären das gesunde Volksempfinden.

(teilweise nach: Lexikon des Internationalen Films und Filmstiftung Murnau)

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Film im Verleih:

nicht bekannt - ehemals Transit Film
Als Leihvideo: nicht bekannt
Als Kaufvideo: nicht bekannt
 

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Stand: 13. October 2002