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Vorstadtvariete (1934)

Genre: Melodram, 
Herstellung: Deutschland/Österreich 1934
Fassung: s/w
Regie: Werner Hochbaum
Produktion: Ernst Neubach /Styra Film Wien
Drehbuch:

Hans Forga, Werner Hochbaum, Ernst Neubach

Nach der Vorlage von "Der Gemeine" einem Schauspiel von Felix Salten

Kamera: Eduard Hoesch
Musik: Anton Profes
Schnitt: Luise Grisebach
Länge: .... m
Filmdauer: 93 Minuten (Im Verleih mit 96 Minuten)
Uraufführung: 17.01.1935 
TV-Erstausstr.: 18.02.1987 - S 3 
Freigabe ab: 6 Jahre - empfehlenswert ab 14 - nf
Darsteller:

Mathias Wieman (Josef Kernthaler, Bauzeichner), Luise Ullrich (Mizzi Ebeseder, seine Braut),  Oskar Sima (Franz Ebeseder, Mizzis Bruder, Volkssänger), Hans Moser (der alte Kernthaler), Frida Richard (Mutter Kernthaler), Olly Gebauer (Sophie, Volkssängerin), Otto Hartmann (Leutnant von Daffinger), Lia Woiwede (Muter Ebeseder), Karl Skraup (Klavierspieler), Rudolf Carl (Schulmeister Edelfink),  Anton Pointner (Oberleutnat Höfelmeyer), Lilian Bergoe (Mariska), Fritz Imhoff ()

Wien 1913 -  Die Hochzeit einer aus Variete-Kreisen stammende junge Frau steht kurz bevor. Ihr Bräutigam, ein Bauzeichner, muss zum Militär einrücken und schickt seine Braut aufs Land zu Verwandten, damit diese sich nicht wieder zur Bühne hinziehen lasse.

Beargwöhnt vor allem von der künftigen Schwiegermutter, hält es die junge Frau in Krems allerdings nicht lange aus. 

Sie kehrt nach Wien zurück und lässt sich vom Bruder überreden, als Sängerin aufzutreten. 

Der große Erfolg, die verliebten Schwärmereien eines Offiziers sowie die Vorwürfe und Ansprüche Josefs bringen sie in einen inneren Konflikt, dessen Lösung ihr nur im Selbstmord möglich erscheint.

Wie das Theaterstück endete Werner Hochbaums Originalversion des Films mit dem Tod der Protagonistin. 

Aufgrund der vehementen Ablehnung des Schlusses durch Presse und Publikum forderte die Reichsfilmkammer nach der Uraufführung die Herstellung einer zweiten Fassung mit Happy End. Die ursprünglich kritische Tendenz gegen die fatalen Abhängigkeiten und Zwänge in der Armee wurde deutlich zurückgenommen. Zu einer Zeit, da man in Deutschland schon Aufrüstung betrieb und an Krieg dachte, waren jegliche Zweifel am Offiziers- und Soldatenstand unerwünscht. 

Durch diese Version jedoch verblieb nur noch ein bittersüßes Allerweltsmelodram mit hervorragenden Schauspielern und guter Fotografie übrig. 

Was bleiben durfte, war die militaristische Begeisterung des alten Kernthaler. Hans Moser spielt diese ganz und gar nicht komische Nebenrolle, in der er es sich nicht nehmen lässt, seinen Sohn zur Musterung zu begleiten und mit chauvinistischen Sprüchen anzufeuern.

(In der Verleihkopie war die zweite Fassung des Schlusses mitenthalten, deswegen gegen über dem Original eine längere Laufzeit.)

(teilweise aus: Lexikon des internationalen Films)

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Film im Verleih:

nicht bekannt
Als Leihvideo: nicht bekannt
Als Kaufvideo: nicht bekannt
 

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Stand: 23. January 2005