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Kadetten (1941)

Genre: x
Herstellung: Deutschland 1939/ 1941 / 1942 
Fassung: s/w - 
Regie: Karl Ritter
Regieassistenz: Gottfried Ritter
Produktion: Universum-Film AG. (UFA), Berlin - Herstellungsgruppe Karl Ritter
Drehbuch: Felix Lützkendorf, Karl Ritter nach der Idee von Alfons Menne
Kamera: Günther Anders
Aufnahmeleitung: Ludwig Kühr
Musik: Herbert Windt
Ton: Heinz Martin
Bauten: Walter Röhrig
Schnitt: Gottfried Ritter 
Länge: 5 561 m
Filmdauer: .. Minuten
Uraufführung: 02.12.1941 - Danzig
Freigabe ab: ab 14 Jahren -  jugendfrei  
Zensur: Herstellung Frühjahr 1939 - 2581; 12. November 1941;
Verbot: Verbot durch die Alliierten Militärregierungen 1945
Darsteller:

Mathias Wieman (Rittmeister von Tzülow)

Andrews Engelman (Oberst Goroschew, Kosakenführer)

Theo Shall (Hauptmann Jupow)

Carsta Löck (Sophie, Küchenmädchen im Kadettenkorps)

Josef Keim (Feldwebel Schönbrunn)

Erich Walter (General Graf Tschermitschew)

Willi Kaiser-Heyl (General von Buddenbrock)

Wilhelm P. Krüger (Ingenieur-Major)

Lydia Li (eine russische Sängerin)

Nico Turoff

Als Kadetten:

Bernd Rußbült (Bork)

Klaus Detlef Sierck (Hohenhausen)

Martin Brendel (Schack)

Jürgen Mohrbutter (Potron)

Rolf Ullmann-Schienle (Jordan)

Hans-Otto Gauglitz (Lampe)

Gert Witt (Tiesenhausen)

Klaus Storch (Raden)

und weitere Jungen der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt

(Napola) Potsdam

Der Film der bereits 1939 gedreht worden, wurde aber erst 1941 wegen seiner antirussischen Tendenz aufgeführt.

Ein Rittmeister, der dem König die Bestrafung des Regiments nicht verziehen hat, geht zu den Russen über, um die Schmach an dem König zu rächen. Einmal,  hat er sich vorgenommen, soll der König seinen Namen zu hören bekommen und sich sagen müssen, das war einer der Kunersdorfer Offiziere, die ich degradiert habe, weil sie ihre Pflicht getan haben.

Dieser abtrünnige Offizier kehrt jedoch auf die preußische Seite zurück, um den Potsdamer Kadetten zu helfen, die von den Russen verschleppt worden sind und aus der Gefangenschaft fliehen konnten. er leitet ihren Kampf gegen die russischen Verfolger und macht seinen Verrat an Preußen durch den Heldentod wieder gut.

Der Film gibt also dem Untertan, der auf seinem Recht besteht, unrecht. Was recht ist bestimmt der König.

 

LANGFASSUNG:

"Wir schreiben das Jahr 1760. Friedrich der Große liegt den Österreichern bei Torgau gegenüber. Da wagen die Russen einen Vorstoß auf Berlin. Die kleine Garnison und die drei ersten Kompanien des Kadettenkorps ziehen sich auf die Festung Spandau zurück; in der Stadt bleibt die vierte Kompanie, die 9 -12jährigen. Niemand glaubt, dass die Russen diesen Kindern etwas tun werden. Aber die Laune des russischen Obersten Goroschew will es anders. Er nimmt die Kadetten mit sich - als Gefangene. Er schleift sie durch die bittere Kälte des frühen Winters, er lässt sie hungern und verdrecken, aber er kann ihren Stolz, ihren verdammten preußischen Stolz nicht brechen.

Im russischen Hauptquartier weiß man nichts Rechtes mit den Kindern anzufangen. Sie landen schließlich bei dem Rittmeister von Tzülow, einem Preußen, der zu den Feinden Friedrichs gestoßen ist, weil der König ihn nach der Niederlage bei Kunersdorf gemaßregelt hat. Tzülow hasst seit diesem Tage den großen Friedrich und will sich an ihm rächen. Die Kadetten merken bald, dass ihr neuer Herr Fleisch von ihrem Fleisch und Geist von ihrem Geist ist. Ihrer Widerstandskraft, ihrer Treue zu dem König gelingt es, den Rittmeister wieder zu seinem Volke zu bekehren. Er fasst den kühnen Plan, sich mit den Kadetten in einem alten Fort zu verschanzen und die in der Nähe befindlichen Preußen herbeizurufen.

Das Unternehmen lässt sich gut an. Die Kinder rauben den nächtlich betrunkenen Russen ihre Waffen und verteidigen mit verbissener Energie ihre Position. Aber bald werden Munition und Nahrung knapp, und niemand weiß, ob jemals Hilfe kommen wird. Schließlich bieten die Russen freien Abzug an, wenn Tzülow ausgeliefert wird. Höhnisch weisen die Knaben dieses Ansinnen zurück.

Der Rittmeister weiß, dass er Zeit gewinnen muss. Sein Leben ist verloren, bei den Russen und auch bei den Preußen. Aber sein Opfertod kann vieles gutmachen. Allein geht er den Russen entgegen und erschießt ihren Führer. Sterbend bricht er im Feuerhagel zusammen; das Letzte, was seine brechenden Augen sehen, sind preußische Husaren, vor denen die Russen die Flucht ergreifen."

 

(u.a. aus: Erwin Leiser - Deutschland erwache - Seite104/105  )

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Film im Verleih:

Universum-Filmverleih GmbH. (UFA-Leih), Berlin
Als Leihvideo: nicht bekannt
Als Kaufvideo: nicht bekannt
 

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Stand: 15. January 2003