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Die Ehe des Dr. med. Danwitz (1956)

Genre: Drama
Herstellung: Deutschland 1956
Fassung: s/w
Regie: Arthur Maria Rabenalt
Produktion: x
Drehbuch: Michael Mansfeld
Kamera: Albert Benitz
Musik: Bert Grund
Schnitt: Alice Ludwig-Rasch
Länge: .... m
Filmdauer: 100 Minuten
Uraufführung:

29.03.1956 Kino BRD

24.08.1956 Kino DDR

TV-Erstausstr.: 07.12.1958 DFF 1 
Freigabe ab: 18 Jahre, f
Darsteller:

Karlheinz Böhm (Dr. Danwitz), Paul Dahlke (Fritz Hambach), Heidemarie Hatheyer (Christa Hambach), Marianne Koch (Edith Danwitz), Renate Mannhardt (Hilde, Laborantin), Maximilian Schell (Dr.Oswald Hauser), Mathias Wieman (Prof. Schüddekopf), 

Erni Mangold (Jutta, Mannequin), Kay Fischer (Hanna, Mannequin), Willi Maertens (Ein Verunglückter), Carlos Werner (Dr. Mierendorff), Heinz Klingenberg (Dr. Frank), Erwin Linder (Füglistaler), Josef Dahmen (Regierungsrat), und andere

 

Dr. med. Danwitz (Karl-Heinz Böhm) arbeitet als junger Assistenzarzt ohne Bezahlung in einem Krankenhaus - wie so viele seiner Kollegen. Den Lebensunterhalt verdient seine attraktive Frau Edith (Marianne Koch) als Mannequin in einem Modehaus. Doch als sie ein Kind erwartet, verliert sie ihren Job. Das Ehepaar Danwitz gerät in wirtschaftliche Not, die Lage wird immer schwieriger.

Dagegen kennt das Ehepaar Hambach (Heidemarie Hatheyer/Paul Dahlke)  keinerlei finanzielle Sorgen. Hambach ist Besitzer einer Tuchfabrik, die eine gewinnträchtige Kunststofffaser entwickelt hat, seine Frau Christa betreibt jenen Modesalon, in dem Edith Danwitz gearbeitet hat.

Das Wirtschaftswunder hat sein Füllhorn über die Hambachs ausgeschüttet, doch um ihre Ehe steht es miserabel. Sie ist bestimmt von Gleichgültigkeit und Seitensprüngen. Als Frau Hambach erfährt, dass sie schwanger ist, gerät sie angesichts der privaten Situation in Panik. 

Sie nutzt die finanzielle Zwangslage und persönliche Situation des Danwitz-Kollegen Dr. Hauser (Maximilian Schell) aus und überredet ihn zu einem verbotenen Eingriff. Hauser versucht, seinen Freund Danwitz zum Mitmachen zu überreden, doch der springt in letzter Minute ab. Obwohl Dr. Danwitz das Honorar dringend nötig hätte und anfangs auch bereit ist, lehnt er den Eingriff aus Gewissensgründen dann doch ab, da er es nur gegen seine Überzeugung tun könnte.

Der verzweifelten Frau Hambach aber gelingt es, Hauser zum Alleingang zu bewegen. Sie bezahlt die Abtreibung mit ihrem Tod. Hauser muss für immer den weißen Kittel ausziehen, seine Karriere ist beendet, bevor sie überhaupt begonnen hat.

Sein Freund Danwitz hat zwar die Versuchung überwunden, aber immer noch kein Geld.

Das Ehepaar Danwitz gibt seine anbezahlten Möbel zurück, um ihr Kind ernähren zu können. Aus dem nicht zurückgegebenen Radio tönt die Stimme des Kanzlers Adenauer: Noch nie sei es den Deutschen so gut gegangen wie heute.
Eine bezahlte Stelle hat der junge Arzt und Familienvater zwar immer noch nicht, aber die Hoffnung wächst. Seine Forschungsarbeit findet auf einem Medizinerkongress in Stockholm große Beachtung, er wird lobend erwähnt. Sein Professor Schüddekopf (Mathias Wieman) ermuntert ihn, durchzuhalten auf dem Weg, den er beschritten hat. 

Melodramatischer Film über die miserable Situation bundesdeutscher Assistenzärzte in den 50er Jahren. Das nach wie vor umstrittene Thema Abtreibung wird dabei mit der sozialen Lage der beiden Frauen verknüpft, letztendlich aber auf die Frage von Gut und Böse reduziert. Hauptdarsteller Karlheinz Böhm gelangte als österreichischer Kaiser Franz Joseph und Partner von Romy Schneider in der "Sissi"-Trilogie zu großer Popularität. Heute lebt er als Gründer der Stiftung "Menschen für Menschen" überwiegend in Äthiopien.

 

(auch aus: nach Bayrischer Rundfunk, und MDR)

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Film im Verleih:

nicht bekannt
Als Leihvideo: nicht bekannt
Als Kaufvideo: nicht bekannt
 

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Stand: 13. April 2003