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Die Wiedertäufer

- Friedrich Dürrenmatt -

Aufführungsort: Kammerspiele München
Aufführungsbeginn: 23.11.1967
weitere Aufführungen: ?????? - 28.02.1968
Aufführungsende: xx.xx.19xx
Anzahl der Aufführungen: xx Aufführungen
Besonderheiten: x
Regie: Hans Schweikart
Bühnenbild:

Jürgen Rose

Kostüme: Jürgen Rose
Musik: Peter Fischer
Choreographie:
Chöre:
x:

Darsteller:

DIE FÜRSTEN:

Hans Baumann (Karl V.)

Kurt Horwitz (Kardinal und Matthisson)

Mathias Wieman (Franz von Waldeck Fürstbischof zu Minden, Osnabrück und Münster)

Karl Striebeck (Kurfürst)

E. O. Fuhrmann (Landgraf von Hessen)

Jörg Schleicher (Kanzler)

Gotthard Dietrich (der Hofnarr)

 

DIE TÄUFER:

Wolfgang Büttner (Matthison Anführer der Wiedertäufer)

Herbert Hübner (Bernhard Rottmann)

Joachim Wichmann (Bernhard Krechting)

Dieter Laser (Vinne)  

Walter Sedlmeyr (Klopriss) 

Romuald Pekny (Johann Bockelson von Leyden)

 

DAS VOLK VON MÜNSTER:

Paul Verhoeven (Bürgermeister Knipperdollinck)

Christiane Bruhn (Judith seine Tochter)

Dieter Kirchlechner (Mönch) - Aufführung 23.11.1967 und

Friedhelm Ptock (Mönch) - Aufführung 28.02.1968 und

Martin Sperr (Wache)  

Karl Renar (Heinrich Gresbeck, Sekretär des Bischofs) 

Gustel Bayrhammer (Metzger) 

Maria Singer (Gemüsefrau)  

Wilmut Borell (Langermann) 

Edith Volkmann (Frau Langermann)

Hans Hermann-Schaufuß (Friese)  

Moje Forbach (Frau Friese) 

Herlinde Latzko (ihre Tochter) 

Heide Deutschmann (ihre Tochter)  

Barbara Gallauner (Veronika von der Recke, Äbtissin) 

Claudia Lobe (Divara, Matthisons Frau) 

Heinz Kargus (Kruse)

Egbert Bruckner (Henker)

 

DIE LANDSKNECHTE:

Klaus Löwitsch (Ritter Johann von Büren)  

Hans Korte (Ritter Hermann von Mengerssen)  

Fred Klaus (1. Landsknecht) 

Richard Beek (2. Landsknecht) 

 

 Inhalt:

Die Geschichte spielt im westfälischen Münster des 15. Jahrhunderts. Die Wiedertäufer , eine religiöse Vereinigung unter der Führung von Jan Matthison ziehen in die Stadt ein. Sie gewinnen mit Redegewandtheit und eingängigen Parolen immer mehr Anhänger. Da die Wiedertäufer auch den Bürgermeister Knipperdolinck "auf ihre Seite ziehen können", erlangen sie auch politische Macht in Münster. Andersgläubige werden hingerichtet oder aus der Stadt vertrieben. Zu diesen gehört auch der Bischof, Franz von Waldeck, welcher bereits 99 Jahre, 9 Monate und 9 Tage alt ist. Von Waldeck flüchtet vor die Tore der Stadt und stellt ein Heer auf, um Münster von den Wiedertäufern zu "befreien". Von nun an belagert er die Stadt mit seinem Heer. Bei einem Angriff auf Münster wird Jan Matthison, der Anführer der Wiedertäufer, getötet. Die Stadt bleibt jedoch in der Hand der Wiedertäufer. Johann Bockelson von Leyden, ein am Hof des Bischofs gescheiterter Schauspieler, übernimmt von nun an die Führung der Wiedertäufer. Er setzt den von Matthison eingeschlagenen Weg unvermindert brutal fort. Bischof von Waldeck bittet Kaiser Karl V., den Kardinal, den Landgraf von Hessen und einen Kurfürsten um Unterstützung. Diese schicken ihm schließlich auch Teile ihrer Truppen. Die vom Belagerungszustand arg geschwächten Wiedertäufer werden bei einem Angriff vernichtend geschlagen. Johann Bockelson von Leyden, der Anführer, wird jedoch verschont, da er den Kardinal mit seiner Schauspiel-und Redekunst überzeugt. Daraufhin nimmt der Kardinal Bockelson in seine Hoftheatergruppe auf. Anstelle von Bockelson wird Knipperdolinck, der Bürgermeister, hingerichtet und in einem Käfig an einer Kirche aufgehangen.

In diesem Stück geht es im Wesentlichen nicht um die geschichtlichen Hintergründe zur Zeit der Wiedertäufer in Münster. Einige geschichtliche Fakten sind verfälscht, so wurde z.B. Bockelson in der Realität hingerichtet und im Käfig an der St.Lamberti-Kirche aufgehängt. Das Drama ist eine Parabel über die Leichtgläubigkeit und die Verführbarkeit der Menschen und deren Verführer. Somit ist es ein allgegenwärtiges Drama.

Würdigung:

 

(aus: Programmheft Münchner Kammerspiele - Spielzeit 1967/68 ) im Archiv vorhanden

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entnommen aus: xxx

 

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Stand: 16. December 2007