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Textsammlung zur 

Biografie Mathias Wieman

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ende?

1929

ein

Schon zu Beginn seines Engagement bei Max Reinhardt kaufte sich Gustaf Gründgens ein Auto, obwohl er noch keinen Führerschein hatte. Er hatte Todesangst vor der Fahrprüfung und erkundigte sich bei Wieman, was man alles gefragt werde. Wieman erzählte es ihm und fügte hinzu, das nach allem Fragen, nach der Untersuchung auf Farbblindheit und Schwerhörigkeit noch eine Untersuchung auf die Reaktionsfähigkeit folgte: der Arzt schieße nämlich plötzlich eine Pistole ab und beobachtete dann, ob der Aspirant erschrocken sei oder nicht.  

GG ging zur Fahrprüfung und alles lief programmgemäß ab. Nur bevor der Prüfer überhaupt daran dachte seine Pistole zu betätigen, rief Gründgens gereizt: "Und nun schießen sie doch endlich!" Der Arzt musste so lachen, das er nicht mehr schießen konnte. (104)

00.00.1959

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ende 59

 

ein

Hilde Krahl schreibt:

So hat eine TV-Zeitschrift regelmäßig den Star der Woche vom Publikum bewerten lassen. Die zugesprochenen Punkte wurden über das Jahr zusammengezählt, bis man schließlich den goldenen Bildschirm erringen konnte.

So passierte es mir, das ich dank Ausstrahlung des Films "Herz der Welt" zum Star der Woche gekürt wurde, noch vor Heidi Kabel und Mireille Mathieu! Bei den Männern war Star der Woche Freddy Quinn vor Dieter Borsche und Mathias Wieman. (25)

30.03.1959 - DFF 1

01.05.1967 - ARD 

wann war das????? so spät kaum möglich??? 1959 wäre möglich??

0x.0x.19xx

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ein

Hilde Krahl schreibt zum Film "Herz der Welt":

Den Alfred Nobel spielte der von mir so verehrte Mathias Wieman, der noch vor Kriegsende den Robert Schumann in unserem Film Träumerei so großartig dargestellt hatte. (25)

31.05.1961

ein

Bernhard Minetti schreibt ihn seinem Buch Erinnerungen eines Schauspielers: Koch wollte oder konnte meiner Vorstellung (vom Wallenstein) nicht folgen. Vielleicht hat Koch sich auch zu sehr zu Mathias Wieman hingeneigt, der den Octavio Piccolomini  spielte. Meine Umwelt (Illo, Terzky) war so schwächlich auf mich bezogen, das ich wirklich isoliert war. Um so leichter konnte man Wiemans Octavio, dessen menschliches Fluidum großartig war, erliegen. Die kaiserliche Seite bekam schließlich so ein Übergewicht, auch durch den  großartigen Butler, Walter Richter, das ich nach der ersten Spielzeit sagte, das Stück hätte heißen müssen Vivat Ferdinandus. So kam es heraus, Wallenstein erschien wie eine Art Verbrecher. (41 - Seite 181/182)

03.03.1952

Hilmar Hoffmann schreibt in seinem Buch "Ihr naht Euch wieder Schwankende Gestalten":

In den obligaten Jugendfilmstunden des Deutschen Jungvolks hatte ich in vielen Filmen Mathias Wieman bewundert. Ich war damals begeistert von der hohen Moral des nach der Schlacht von Kunersdorf desertierten preußischen Hauptmanns von Tzülow, den Wieman in Karl Ritters »Kadetten« (1939) spielte; auch als Major Zurlinden in Ritters gegen Ende des Ersten Weltkriegs handelndem »Unternehmen Michael« (1937) beherrschte Mathias Wieman unaufdringlich die Szene. Erst das zweite Eintauchen in die C-Dur-Stahlbäder dieser tendenziösen Preußenfilme hat mir als Erwachsenen deren heimlichen Verführungsgestus bewusstgemacht.

Nach dem Kriege hatte Mathias Wieman als Mitwirkender in Propagandafilmen der Ufa es schwer, ein Comeback auf der Leinwand zu finden. Immerhin gab ihm Roberto Rossellini in »La Paura« (Angst) neben Ingrid Bergman eine Chance (1954). Danach verlagerte Wieman sein Talent auf Rezitationen mit Hölderlin und Rilke, mit Goethe und Schiller im Repertoire. Für den ich als Pimpf geschwärmt hatte, ihn wollte ich persönlich kennen lernen und über sein damaliges Engagement befragen. Er freute sich über die Einladung, in der Musischen Volkshochschule Oberhausen Hölderlin zu lesen. Nicht »Lebe droben, Oh Vaterland, und zähle nicht die Toten ... « wollten wir von ihm hören; er sollte aus Hölderlins Briefroman »Hyperion« lesen. Der Rathaussaal war berstend voll, als Wieman unerwartet unsentimental sein Bestes gab. Der Beifall steigerte sich zur Demonstration, als sollte er noch einmal entnazifiziert werden.

Als wir von der Rathausterrasse im melancholischen Mondenschimmer in den Grillopark hinunterschauten, legte Wieman seinen schlaksigen Arm um meine Schulter und fragte leise: »Hören Sie's auch? Es ist meine erste Nachtigall in diesem Jahr. Ich hätte ihren Gesang zwischen Fördertürmen nicht vermutet.« Und nach einer Pause: »Sie wärmt das Herz«, und dazu fiel ihm eine Zelle von Theodor Storm ein: »Das macht, es hat die Nachtigall die ganze Nacht gesungen.« Obwohl ich seine Worte als nahe dem Kitsch empfand, hat mich berührt, wie er in diesem Augenblick wohl wahrhaftig gefühlt haben mag.

Beim anschließenden Beisammensein habe ich den ausgemusterten Ufa-Star gefragt, ob das Gerücht denn stimme, dass er vor Hitlerjungen bedauert haben soll, bei Langemarck nicht gefallen zu sein. Seine Antwort klang ehrlich: »Ich habe das niemals gesagt - aber ich hätte es damals sagen können.«

00.00.1946

Wurde wahrscheinlich anfangs 1945 wegen antinazistischer Tätigkeit hingerichtet

so steht es zu lesen in "Kleines Filmlexikon" - Charles Reinert Hrsg. - Einsiedeln/Zürich: Benzinger, 1946 - (Seite 373)

wie ist dies einzuordnen?? Missverständnis?? oder war Mathias Wieman zum Schluss gegen das Regime tätig??

Machte mich auch stutzig die Aussage von Hilde Krahl zu dem Besuch von Nolde kurz vor dessen Emigration (siehe 25)

 

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