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Abschied

 

Es ist immer dann an der Zeit

Abschied zu nehmen,

wenn die Hoffnung

letztendlich das einzige ist,

was wir auf die Waagschale

des Lebens legen können.

 

Wenn die Illusionen verblassen

an den Fakten der Realität.

Wenn Wünsche erfroren sind

an der Beziehungslosigkeit.

Wenn nicht erfüllte Träume

das schwarz der Nacht verdunkeln.

 

Wenn der Glaube an die Veränderung

entschwindet im alltäglichen Erleben.

Wenn Zurückweisung und Ausgrenzung

so verletzen,

das der Schaden der Seele

sich im körperlichen Schmerz

unerträglich wiederspiegelt.

 

Wenn Liebe noch nicht `mal als Wort

im Raume erklingt,

und die Lieblosigkeit

sich im Mantel der Eigenliebe verhüllt.

Wenn weder Körper noch Seele

liebevoll gestreichelt werden.

 

Wenn die Sehnsucht

nach einem lieben Wort,

einer liebevollen Berührung,

nach Wärme

an der Verweigerung zerbricht.

 

Wenn Du deine Mauer

immer stärker aufbaust

um dich zu schützen

um Schmerz und Verletzung

überhaupt noch zu ertragen.

 

Wenn die Augen

sich weigern zu sehen,

und Du dich schützt

um den Mangel nicht zu spüren.

Du die Tränen verschluckst

um nicht noch mehr

Verletzung zu erfahren

und lieber daran erstickst.

 

Wenn du nicht mehr

gesehen wirst,

obwohl du da bist.

Wenn die Hand,

die du reichst

und die Zärtlichkeit,

die du geben möchtest

immer wieder

Zurückweisung erfährt.

 

Dann ist es allemal

schon lange an der Zeit

Abschied zu nehmen!

 

Bevor Du ganz zerbrichst.

 

Dieter Svensson - 26.2.96         © beim  Verfasser   -  Abdruck nur mit Genehmigung

 

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Stand: 11. March 2001