Sie befinden sich auf Seite 2b Wieman -  noch in Arbeit

 

  

Vorseite Wieman

 Midi-Song Hintergrundmusik

  

Weiter mit Wieman

Biographie  des Schauspielers und Rezitators 

Mathias Wieman

in Verbindung mit dem Zeitgeschehen

rot geschriebenes = weitere Recherche wegen Unklarheit

 

 

 

 

 

 

 

Ihering 1932

"Mathias Wieman galt früher als Schauspieler gehemmter Gefühlsrollen. Er schien der ewige Arnold Kramer zu sein, wechselnd zwischen weicher Sehnsucht und verhärtetem Gefühl, böse aus zurückgehaltener Empfindung."

 der vollständige Text ist auf einer Extraseite nachlesbar

Dr.Be. 1949

"Seine Rollen sind nicht die Menschen der großen Taten. Es sind die Menschen, die um der Kunst willen, aus gekränktem Ehrgefühl, in einer Rauschwelt zwischen lauterem Empfinden und Selbsttäuschung im  Ringen um eine neue Zeit und im Kampf um Gerechtigkeit eher leiden als handeln und siegen"

"Mathias Wieman ist nicht der Künstler, der meint, das Kultur zu vermitteln etwas Geräuschvolles sein müsse; er ist nicht der Sprecher, der glaubt, es müsse durch das Wort bis zum letzten ausgedrückt werden, was der Dichter aussagen wollte. Bei ihm bleibt immer noch etwas, das eben nur anklingt und dem Zuhörer noch lange mitfühlend nachzusinnen hat. Wer ihn einmal Märchen erzählen hörte, dem wird dies unvergesslich sein."

(Neue Osnabrücker Zeitung 29.09.1949)

CineGraph

Lexikon

zum deutsch

sprachigen Film

 

Im Film zeitweilig auf die Darstellung einsamer junger Menschen festgelegt, denen die Umwelt feindlich und verständnislos gegenübertritt ("Der Schimmelreiter", "Vorstadtvariete", "Die ewige Maske"), wandelt er sich in den Militärfilmen Karl Ritters, an dessen Drehbüchern Wieman gelegentlich mitarbeitet, zum pathetischen Offizier, unter der Regie von Wolfgang Liebeneiners zum salbungsvollen Ehrenmann im Dienst nazistischer Propaganda ("Ich klage an"). 

Doch am besten gelingen ihm Rollen, in denen er mit kalter Boshaftigkeit (so als Gegenspieler Werner Krauss´ in "Menschen ohne Namen"), mitunter gefühlsarmer Brutalität (deren Opfer in "Angst" Ingrid Bergmann ist) auf Sympathien nicht rechnen kann. 

(Jörg Schöning in: CineGraph, 19xx - Loseblattsammlung) (3) 

- mit freundlicher Abdruckerlaubnis des Verlages edition text + kritik -

Kurowski 1977

"Wieman, der körperlich wenig machte, deutlich Understatement übte, war ein vorzüglicher Schauspieler. Sein Gesicht, das nicht das eines Stars war, eignete sich für Alltagsgeschichten. Seine Stimme, diese berühmte Stimme, schien - sofern sie auf Deklamatorisches verzichtete - "aus Untiefen zu kommen, war Seufzen, wenn nicht geheimes Weinen."

 der vollständige Text ist auf einer Extraseite nachlesbar

Friederike Mat

1956

"Wenn es zwei Möglichkeiten gibt, eine Sache zu erledigen, wird Mathias Wieman immer die leisere und unauffälligere wählen. Er ist kein Mann, der mit der Faust auf den Tisch haut und sich in den Vordergrund drängt. Das heißt aber lange nicht, das sich gegen seine Überzeugung biegen ließe.

Man nannte ihn oft einen "der besten Vertreter des geistigen Deutschlands". Seine buschigen Braunen, die Verträumtheit seiner Augen und die leise, sehr kultivierte Stimme gaben schon vielen ausgezeichneten Filmen ihr Gepräge. Einen Streifen, der Mathias Wieman unter den Mitwirkenden nennt, kann man sich getrost ansehen. Denn dieser große Darsteller verkauft sich niemals einem kitschigen Drehbuch oder einer schlechten Rolle.

Neben seiner Film- und Bühnentätigkeit ist Wieman vor allem als Sprecher und Rezitator hervorgetreten. Wer erinnert sich nicht seiner hervorragenden sonntäglichen Sendung "Das Schatzkästchen", mit welcher er während der Kriegsjahre vielen Menschen Erbauung, halt und Trost vermittelte? Das Echo dieser Sendung war ungeheuer. Man sah in ihr die Rebellion des Geistes gegen den Materialismus der Zeit, ein Bekenntnis zur unvergänglichen Schönheit in den Tagen fallender Bomben.

Trotz seiner Verankerung im Raum der deutschen Dichtung ist Wieman ein "Weltbürger" im besten Sinn des Wortes. Er liebt es, viel zu reisen und unter den verschiedensten Bedingung zu arbeiten. Deshalb geht er auch nur ungern feste Bindungen ein. Ein Vertrag auf lange Jahre hinaus würde er niemals abschließen. Es gibt für ihn keine Grenzen. Weder Landesgrenzen noch Grenzen durch soziale oder wirtschaftliche Barrieren. Immer ist er auf der Suche nach dem "Menschen". Oberflächlichkeit und Arroganz sind ihm fremd. jedem billigen Erfolg weicht wer aus. Seine Rollen sprühen nicht sinnlos Aktivität, sondern runden sich zu tiefempfundenen Charakterbildern." (71)

Munzinger Archiv 1970 Wieman war ein Mann der Stille, der das allzu grelle Rampenlicht der Öffentlichkeit nicht liebte. Er bemühte sich alles theaterhafte abzustreifen und zeigte so ein durch und durch wirklich erlebtes, lebenswahres Spiel. (4)
Reclams deutsches Filmlexikon 1984

Wieman vermittelte im Film einen typisch norddeutschen Menschenschlag, der durch sein schwerblütiges, grüblerisches, teilweise unnachgiebiges Wesen geprägt war.

Von der Spieltechnik her ein analytischer Schauspieler, vermochte Wieman besonders überzeugend Romantiker und Idealisten zu gestalten, die bisweilen zu einer emotionalen oder intellektuellen Verbissenheit neigen. (Reclams deutsches Filmlexikon 1984) (6)

eine weitere Biografie aus dem Buch: Die Gesichter der UFA - Starportraits einer Epoche - Friedemann Beyer - München: Heyne, 1992 erreichen Sie mit einem Klick

Theater Lexikon 1978 Zeichnete sich immer durch geistig-seelische Durchdringung von ihm gespielter Figuren vom Standort eines bürgerlichen Humanisten aus, wobei er zuweilen der Gefahr zu breiter Seelenmalerei erlag; erst in seinen letzten Rollen wurde aus gestandener Konkretheit soziale Konkretheit. (7)

Sie wollen einige Bilder zu Mathias betrachten?

dann klicken Sie hier 

Wollen Sie wissen aus welcher Literatur die Daten zu Mathias Wieman zusammengetragen wurden?

dann klicken Sie hier 

Sie wollen mehr über den CineGraph erfahren?

dann klicken Sie hier 

Sie wollen mehr über das Lexikon des internationalen Films erfahren?

dann klicken Sie hier 

Interesse an bisher nicht verwandten Textbausteinen?

dann klicken Sie hier 

Sie befinden sich auf Seite 2b Wieman -  noch in Arbeit

Zur Vorseite Wieman

Weiter mit Wieman

Copyright © 2000 [SVENSSON].
Alle Rechte vorbehalten, soweit nicht anderweitig vergeben.
Stand: 17. May 2004